Acryl, Gel- und Tuschefarben mit Modelliermasse und Blattgold auf Schiefersteinplatte 45 x 30 x 0,6 cm
Lilith (2025) von Tanja Christina Nicolai
Online seit 20.01.2026
Wertangabe: 390,00 €
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Lilith
Die Darstellung der Lilith erscheint als kraftvolle und archetypische Erscheinung, die sich souverän aus dem dunklen Grund der Schieferplatte, ihrer Vergangenheit, erhebt.
Lilith steht frontal im Bildraum, ruhig und selbstbewusst, mit leicht geöffneter Haltung. Ihr Blick ist direkt, klar und unbeirrbar – frei von Aggression, doch voller Autonomie. Die dunklen, weit ausgebreiteten Flügel rahmen ihren Körper wie ein Schatten und erinnern zugleich an Schutz und Freiheit. Die Hörner, dezent und harmonisch in das Gesamtbild eingebunden, verweisen auf ihre mythologische Herkunft und unterstreichen ihre Eigenwilligkeit und Durchsetzungskraft.
Das Gewand, in dunklen Schwarz- und Brauntönen gehalten, öffnet sich zentral und gibt den Blick auf das helle Bein frei – ein spannungsreicher Kontrast zwischen Licht und Dunkel, Verletzlichkeit und Stärke.
Ein markanter plastischer Akzent ist der Schlangenoberkörper, der sich sinnlich und kraftvoll aus dem unteren Bildbereich windet. Durch die Modelliermasse tritt er real aus der Bildebene hervor und durchbricht bewusst die Zweidimensionalität. Die rot-goldenen Farbtöne der Schlange stehen in starkem Kontrast zur dunklen Umgebung.
Die Schlange erhebt sich nicht weiter und bleibt unter den Händen von Lilith. Die Schlange als Symbol für vergangene Macht und erlebte Gewalt wurde von Lilith gezähmt und steht nun unter ihrer Kontrolle.
Die Schlange erhebt sich nicht weiter und bleibt unter den Händen von Lilith. Die Schlange als Symbol für vergangene Macht und erlebte Gewalt wurde von Lilith gezähmt und steht nun unter ihrer Kontrolle.
Der mit Blattgold veredelte Rand setzt einen bewussten Gegensatz zur rohen Materialität des Schiefers. Das Gold wirkt nicht dekorativ, sondern erhöhend – als würde es die dargestellte Figur aus der profanen Welt herauslösen und in einen mythischen, verehrungswürdigen Raum stellen.
Insgesamt verbindet das Werk malerische Feinheit mit plastischer Präsenz und materialbewusster Symbolik.
Lilith erscheint hier nicht als dämonisierte Gestalt, sondern als selbstbestimmte, urweibliche Macht – geheimnisvoll, stolz und UNGEBROCHEN.
Entstehungsjahr: 2025
Größe: 30 x 45 x 0,6 cm
verwendete Materialien: Acryl, Gel, Tusche, Polychromos und der Rand der Schiefersteinplatte wurde mit Blattgold versehen, das Schlangenrelief wurde aus Modelliermasse geformt
Die Steinplatte ist hinten in zwei Stahlfederungen eingespannt und kann mit diesen problemlos an zwei Haken in der Wand aufgehängt werden. Unsichtbar von vorn und hält das Steingemälde sicher und fest in der Vorrichtung.
